Zuerst enttäuscht, dann aber stolz auf die Leistung beim 2:3


SG Volley Alb holt nach hartem Kampf einen Punkt in Ludwigsburg

Als der Tiebreak  nach einem harten Kampf 15:17 entschieden war, überwog nur kurz die Enttäuschung bei den jungen Spielern der  SG Volley Alb. Dann aber war der Stolz über den errungenen Punkt  größer, denn die Voraussetzungen waren wieder einmal sehr ungünstig.
Libero Peter Fröscher  war nach der Geburt des zweiten Kindes  nicht mitgereist, der im letzten Spiel so überzeugende Felix Hehn hatte sich am Knie verletzt und so musste der dritte Libero kurzfristig einspringen: Sebastian Hitzler. Und der machte, obwohl ebenfalls angeschlagen,  seine Sache nach einer Eingewöhnungszeit immer besser. Leider war auch der 2.Zuspieler Rombout Hanschke wegen Verletzung nicht verfügbar.
Kein Wunder, dass das Team von Hans-Jörg Bär sich in Ludwigsburg erst finden musste. Abstimmungsprobleme in der neuen Annahmekette erleichterten es den Gastgeber zu Beginn davonzuziehen, zumal diese mit sehr guten Aufschlägen enormen Druck machten. Durch die schwache Annahme konnte die Mitte kaum eingesetzt werden, so dass sich die Einheimischen
im Block leicht taten. Die beiden sehr athletischen Angreifer des MTV waren kaum in den Griff zu kriegen. Folgerichtet ging der erste Satz klar mit 17:25 an die Ludwigsburger.
Am Geschehen änderte sich auch im zweiten Satz nichts. Die überragenden Angreifer der Gastgeber überschlugen ein ums andere Mal den Block und waren weiterhin, variabel eingesetzt, vom Gast nicht zu bremsen. Allerdings deutete sich eine Wende bereits in diesem Satz an, denn die SG konnte nun im Aufschlag mehr Druck erzeugen und  wurde in der Annahme um Libero Hitzler sicherer. Noch zahlte sich die Verbesserung nicht aus, denn auch Satz 2 wurde von den Hausherren 25:19 mitgenommen.
Trainer Bär legte nun den Schwerpunkt auf die Aufschläge der Älbler. Das Team schaffte es auch, den Druck zu erhöhen und prompt bekamen die Gastgeber Probleme in der Annahme. Der Ludwigsburger Zuspieler konnte fast nur noch über die Position 4 spielen, seine Angreifer machten angesichts  schwächerer Zuspiele immer mehr Fehler. Auf der anderen Seite hatte sich die SG-Annahme auf die immer noch stabilen Aufschläge der Gastgeber eingestellt und konnte so den sehr guten Zuspieler Johannes Kamper  mehr Varianten zur Verfügung stellen. Und er setzte den jungen David Suchanka auf der Diagonalposition immer besser ein, und das brachte Ludwigsburg völlig durcheinander. Die SGF holte sich den Satz ebenfalls deutlich 25:18.
Würden die erfahreren Gastgeber zurückkommen? Die Älbler setzten im 4.Satz dort an, wo sie im dritten aufgehört hatten. Allerdings  wollte Ludwigsburg keinen Punkt abgeben und hielt mit. Es wurde ein spektakulärer Kampf um den Sieg mit vielen Abwehraktionen und einem ständigen Hin und Her. Die jungen SG´ler gaben aber nicht nach, behielten die Nerven und holten sich auch diesen Satz, knapp aber verdient, 25:23.
Der Kampf hatte Kraft und Konzentration gekostet. Kein Wunder, dass der Start in den Tiebreak nicht gut war. Als die Seiten gewechselt wurden, waren die Älbler wieder da, gingen auch in Führung, schafften es aber nicht, konsequent weiterzuspielen und den Sack zuzumachen. Man hatte einen Matchball, nutzte den aber leider nicht. So ging zwar der zweite Punkt beim 15:17 verloren,aber das Team hatte Rückgrat gezeigt  und toll gekämpft.
Trainer Bär war sich mit seinen Spielern einig: Die Mannschaft hat sich seit dem letzten Heimspiel stark verbessert gezeigt, die jungen Spieler kommen immer besser zurecht. Der Kampfgeist war vorbildlich, die Zukunft erscheint  trotz des Tabellenplatzes  in einem hoffnungsvolleren Licht.

Team: Johannes Kamper, Sebastian Hitzler, David Wörner, Christoph Klein, Ralf Klein, Fabian Dietz, David Suchanka, Ayke Rudolph

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