Volleyball: Wieder bittere Niederlage für die Dettinger

Gegen Stuttgart II verliert der Oberligist 1:3 (18:25, 22:25, 25:22, 21:25)

Man konnte am Tabellenstand und am Ergebnis des Hinspiels ablesen, dass es keine leichte Aufgabe für die Dettinger Oberliga-Spieler sein könnte. Am Ende war man auf TSV- Seite aber dennoch enttäuscht, auch deshalb, weil sich das Team um Martin Kreher nach einem wiederum schwachen Start durchaus Chancen auf einen oder mehrere Punkte erarbeitete- dann aber durch eine Vielzahl von Fehlern selbst wieder nahm.
Kreher hatte mit Sebastian Hitzler und Felix Hehn zum ersten Mal zwei Jugendspieler in den Kader genommen, von denen er sich noch manches erwartet. Sonst begann das gewohnte Team um Zuspieler Johannes Kamper, Stephan Kaiser auf Diagonal, Adam Peller und Ralph Klein auf den Außenpositionen sowie den beiden Mittelblockern Fabian Dietz und Daniel Schwarz. Als Libero fungierte wie gewohnt Peter Fröscher. Peller und Schwarz legten die ersten Punkte vor, Stuttgart glich aber aus und profitierte zum ersten Mal von Fehlern des TSV. Zwei Aufschläge ins Aus, eine überhastete Blockaktion, ein Angriff ins Aus, ein durchsichtiger Angriff über die Mitte- die Gäste zogen schnell auf 12:5, dann auf 15:5 davon und ließen die verunsicherten Dettinger nicht mehr ins Spiel kommen. Ihr routinierter Block griff sicher zu und die Gastgeber halfen durch fehlerhafte Aufschläge weiter mit, den Vorsprung zu vergrößern. Kaiser und Schwarz mit einem Schnellangriff, der sich als gutes Mittel gegen den Stuttgarter Block erwies, brachten die Älbler wieder heran. Kamper konnte mit seinen Aufschlägen auch die Gäste zu Fehlern zwingen. Beim Stand von 14:19 keimte auf TSV-Seite wieder Hoffnung auf. Da kam der nächste Aufschlag ins Netz zur Unzeit. Kreher brachte noch Wörner, der TSV arbeitete sich noch einmal auf 16:21 heran. Altes Lied: Aufschlag ins Netz, Angriff ins Aus- der Gast nahm den Satz sicher 25:18 mit. Und das verdient, denn Stuttgart setzte mit besseren Aufschlägen die Annahme um Libero Fröscher stark unter Druck und machte den Gastgebern die Aufbauarbeit schwer. So war es auch für den Gästeblock leicht, effektiv zu agieren.

Der Beginn des zweiten Satzes kann nur als gruselig bezeichnet werden. 3 Angriffe ins Aus, ein Missverständnis, ein Aufschlag , der noch ins Feld fällt, zwei Blockaktionen der Gäste- Dettingen lag 0:7 hinten.Ein Aufschlag ins Netz,Wörner geblockt-2:9. Dann endlich gelang die Wende: Klein und anschließend Dietz mit zwei Blockaktionen sowie Vogel, der das Zuspiel übernommen hatte, mit einem direkten Punkt brachten die Gastgeber heran, die durch gute Aufschläge und einem starken Kaiser einen Lauf hatten und aufholten. Kaiser jagte den Ball zum 15:15-Ausgleich ins Stuttgarter Feld, endlich war sein Team im Spiel angekommen. Die Spielzüge wurden länger und umkämpfter, jeder Punkt wurde postwendend ausgelichen. Jetzt aber war der TSV im Vorteil. Dietz über die Mitte und ein Doppelblock Dietz/Peller brachten die Gastgeber 21:19 in Front und alles sah nach einem Erfolg für Dettingen aus, allein der Diagonalspieler der Gäste konnte sein Team im Spiel halten. Beim 22:22 war noch alles möglich, dann aber dann profitierten die Gäste von einigen unglücklichen Aktionen der Dettinger Annahme. Am Ende wurde der Satz 22:25 letztlich verschenkt.

Dettingen musste sich etwas einfallen lassen, sollte noch ein Punktgewinn her. Pech, dass der TSV durch eine unglückliche Schiedsrichterentscheidung benachteiligt wurde und aus einem 3:0 schnell ein 4:4 wurde. Bis zum Stand von 8:19 zählt der Berichterstatter 6 Ausbälle, was die Nervosität auf beiden Seiten veranschaulicht. Klein brachte mit seinen Aufschlägen mehr Druck ins Spiel und der TSV konnte sich mit 3 Punkten absetzen, weil Stuttgart unter Druck Fehler produzierte und der Angriff über die Mitte ein gutes Mittel gegen den starken Außenblock wurde. In dieser Phase waren die Gastgeber endlich dominant und konnten den Vorsprung trotz mancher schlechter Angriffsaktionen halten. Die entscheidenden Punkte wurden gemacht, die Gäste schwächelten. Der TSV nahm den Satz 25:22 mit.

Würde es zu einem Punkt reichen? Der 3:0-Start verhieß eine Fortsetzung des zuletzt guten Auftritts, auch danach hielt Dettingen einen 2-3 Punkte Vorsprung. Peller, Kaiser und Schwarz über die Mitte – das TSV-Spiel wurde variantenreicher. Ebenso plötzlich die Wende: Ein technischer Fehler, eine unnötige Berührung eines ins Aus segelnden Balles, der wieder erstarkte Gästeblock und ein weiterer technischer Fehler brachten den TSV auf die Verliererstraße. Dettingen kam durch Kaiser und Klein noch einmal auf 18:19 heran, verspielte aber die Chance durch 3 ärgerliche Fehler hintereinander, so dass trotz tollem Kampf und einigen schönen Aktionen Satz und Spiel verloren gingen. Am Ende hieß es 21:25 für die Gäste, die den Auswärtssieg und den sicheren Klassenverbleib ausgiebig feierten konnten.

Für Trainer Marti n Kreher war es schon bitter, wie diese Niederlage zustande gekommen war, denn er hatte sich eine Chance ausgerechnet. „Die vielen Aufschlagfehler haben uns sehr geschadet, die Aufschlagqualität insgesamt war zu schwach. Man hat gesehen, dass auch Stuttgart anfällig wurde, wenn wir Druck erzeugen konnten. Einer solch erfahrenen Mannschaft darf man nicht mit den Eigenfehlern, wie sie uns unterlaufen sind, auch noch entgegenkommen.“
Die Situation des TSV vor dem sehr schweren Spiel beim gerade in Fahrt gekommenen nächsten Gegner Stuttgart 3 ist nicht leichter geworden. Es könnte noch einmal spannend werden.

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