Volleyball Oberliga: Nichts Neues aus Dettingen

In Eningen gibt’s den 8.Tiebreak und dabei die 7. Niederlage (25:21,20:25,25:22,14:25, 13:15)

So langsam muss man als Anhänger der Dettinger Volleyballer schon an einen Fluch glauben. Auch im so wichtigen Spiel beim Tabellennachbarn Eningen gab es einen Tiebreak- und wieder einmal gab es für den TSV nur einen Punkt. Die entgeisterten Gesichter der TSV-Spieler verrieten aber, dass diese Niederlage eine besonders schmerzhafte war, denn sie war völlig unnötig.

Coach Martin Kreher startete mit dem starken Kamper auf der Zuspielposition, Klein und Gall auf den Außernpositionen, Kaiser auf Diagonal und den beiden Mittelblockern Dietz und Schwarz. Libero Fröscher versah wie gewohnt seinen Dienst.
Der TSV startete souverän, führte durch Klein und Schwarz schnell 4: 1, bevor wieder einmal leichte Fehler die Gastgeber heranbrachten. Bis zum 9:9 gelang nur dem sehr effektiven Eninger Diagonalspieler ein toller Schmetterball, der Rest waren durch Fehler oder einfach glücklich zustande gekommene Punkte. Eningen konnte sich leicht lösen, vor allem über ein erfolgreiches Mittespiel, der Gast hielt aber über Kaiser und Klein mit.Beim 20:21 konnten die Dettinger noch hoffen, dann aber ging es schnell, denn der Diagonalspieler war nicht zu bremsen. Der Satz ging verdient 25:21 an Eningen, das einfach weniger Fehler machte und bei 2 Netzrollern das nötige Glück hatte.

Wie beim Spiel gegen Ellwangen steigerten sich die Gäste im zweiten Satz.Peller kam für Gall auf die Außenposition und machte gleich den ersten Punkt. Der TSV konnte sich einen kleinen Vorsprung erspielen, der trotz ärgerlicher Fehler den ganzen Satz hindurch erhalten blieb. Ganz wichtig wurde die Phase in der Satzmitte, als Peller mit seinen Aufschlägen die Einheimischen völlig verunsicherte. Die Dettinger konnten nun gut aufbauen und den unter Druck geratenen Gegner erfolgreich blocken. Dabei entwickelte sich Kaiser zum Punktesammler . Dennoch ließ man den Gastgeber auf 19:19 herankommen, bevor wieder Peller auf die Aufschlagsposition kam und mit Kaiser zusammen einen verdienten Satzerfolg zum 25:20 herbeiführte. Immer noch zu viele kleine Fehler- aber ein deutlich besserer Auftritt ließ die Hoffnung auf einen Auswärtserfolg aufkeimen.

Kreher ließ sein Team in gleicher Aufstellung und sah zunächst ein ausgeglichenes Spiel, das an Qualität deutlich zulegte. Lange Ballwechsel, auf beiden Seiten akrobatische Abwehrleistungen, das machte den Zuschauern Spaß. Kaiser glich immer wieder einen Rückstand aus, aber kein Team war zunächst bin der Lage wegzuziehen. Leider war es vor allem der Gast, der für Punkte sorgte- auf beiden Seiten. So sah sich der Gastgeber ohne zu glänzen auf der Siegerstraße, zog mit 4 Punkten davon.Dettingens Annahme war nicht stabil, Kaisers Glanzleistung allein reichte nicht aus.
Kreher brachte noch Wörner für den unglücklich agierenden Klein, Gall wurde für Aufschläge eingewechselt. Die Maßnahmen zeigten Wirkung: Plötzlich war der TSV wieder dabei und hielt das Satzende offen, bis zwei Aufschläge ins Aus gingen und Peller am Block scheiterte. Eningen war aber beim 25:22 ein sehr glücklicher Gewinner, denn die Gäste machten es den Tabellennachbarn zu leicht.

Als Zuspieler Kamper zum Aufschlag schritt, ahnte man noch nichts vom Verlauf dieses Satzes. Aber er und danach Peller konnten endlich Wirkung bei den routinierten Eningern erzielen. Diese waren nicht mehr in der Lage, sauber aufzubauen und lagen bald 3:10 hinten. Trotz einer keienen Schwächephase der Dettinger konnte der Vorsprung wieder erarbeitet und bis zum Schluss gehalten werden. `Wörner markierte den Schlusspunkt, der TSV nahm den Satz nach einem überzeugenden Auftritt locker 25:14 mit.

Gute Voraussetzungen für den 8.Tiebreak? Der TSV konnte an die Leistung des 4.Satzes nicht anknüpfen, ein enges Hin und Her prägte den Entscheidungssatz, bei dem der TSV wieder in alte Muster verfiel. Gute Aktionen und unnötige Fehler, wie Missverständnisse in der Annahme, hielten Eningen im Spiel. Dettingen konnte mehrmals den Punkt nicht machen und bekam postwendend die Antwort der Gastgeber. Zwar wurden die Seiten mit 8:7 für den TSV gewechselt, aber was folgte war einfach frustrierend: Kaiser 12: 13 hätte ein Aufbruchssignal sein können, wenn nicht zwei ärgerliche Fehler den Gastgebern mit 15:13 den 2.Punkt gebracht hätten.

Martin Kreher konnte seine Enttäuschung nicht verbergen, auch weil er sah, dass sein Team einen Sieg verdient gehabt hätte. „Wir haben teilweise schlecht ausgeschlagen und insgesamt zu viele Fehler produziert. Daran werden wir nun im Training arbeiten“. Kreher machte aber auch klar, dass er an seine Mannschaft glaubt:“ Da ist genügend Potential drin“.

Am Samstag geht es im vorentscheidenden Spiel gegen Stuttgart II (19 uhr, Werkgymnasium).

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