Volleyball Oberliga: Dettingen auf Berg- und Talfahrt

© Foto: Rudi Weber

Unnötige 2:3-Niederlage gegen Remshalden nach vielen Fehlern

Am Ende war es wieder nur ein Punkt, der den TSV-Volleyballern im 7.Tiebreak-Spiel blieb.
Dabei hatte es der Gastgeber nach schwachem Beginn mehrfach in der Hand, das Spiel für sich zu entscheiden.

Zwar mussten die Dettinger weiter auf den verletzten Adam Peller verzichten, der als Coach fungierte- und in diesem Spiel viel litt. Aber mit Konstantin Vogel kehrte ein Spieler zurück, der kurzerhand wieder an seinen früheren Arbeitsplatz als Außenangreifer beordert wurde. Da sich auch Jens Schleicher wieder in den Dienst der Mannschaft stellte, waren die Wechselmöglichkeiten besser. Schleicher wurde durch seine Aufschläge ein echter Gewinn.
Die Startaufstellung blieb wie in den Spielen zuvor. Kamper dirigierte souverän sein Team als Zuspieler, als Libero agierte wieder Peter Fröscher, Stephan Kaiser stand auf Diagonal und Ralph Klein sowie Felix Gall auf Außen, Fabian Dietz und Daniel Schwarz bildeten die Mitte.
Der TSV startete denkbar schlecht in den ersten Satz. Der starke Diagonalangreifer der Gäste erschwerte mit seinen gefährlichen Aufschlägen die Dettinger Annahme, so dass kein geordnetes Aufbauspiel gelang. Remshalden führte schnell 7:3 und wurde durch Aufschlagfehler noch begünstigt. Erst langsam kam der verunsicherte Gastgeber ins Spiel und Gall sowie Kaiser brachten den TSV heran, Kamper gelang mit seinem Netzroller der Ausgleichspunkt. Wieder war es der Diagonalangreifer der Gäste, der aus allen Lagen erfolgreich war, so dass der TSV ständig einem Rückstand nachlaufen musste. Zwar sorgte der eingewechselte Vogel auf der Aufschlagposition für mehr Druck, aber die Gastgeber leisteten sich ständig ärgerliche Fehler, vergaben mehrere Chancen leichtfertig und wurden für den schwachen Auftritt, bei dem große Abstimmungsprobleme sichtbar wurden, gnadenlos bestraft. Am Ende sicherte sich der Gast den Satz 25:18.

Peller ließ sein Team in gleicher Formation weiterspielen und zunächst änderte sich wenig. Wieder führte Remshalden 7:3 und Peller musste sein Team in einer Auszeit neu ordnen. Kaiser setzte mit einem prächtigen Angriff ein Aufbruchzeichen, Remshalden ließ nach und wieder gelang dem TSV der 11:11-Ausgleich. Im Gegensatz zum ersten Satz hielten die Dettinger nun dagegen. Die Mitte funktionierte besser, Kaiser konnte einen direkten Aufschlagpunkt machen.Bis zum Satzende ging es nun hin und her, wobei der TSV wesentlich besser im Spiel war. Der entscheidende Punkt war wohl, dass es gelang den Diagonalspieler zu blocken. Kaisers 25:23 schloss diesen Satz ab und eröffnete die Chance auf 3 Punkte.

Aber die Gastgeber verschliefen auch den Beginn des dritten Satzes, hatten wieder Probleme in der Annahme, so dass der Gegner immer wieder gut aufbauen konnte. Der TSV-Block kam ein ums andere Mal zu spät, konnte im gesamten Spiel wenig Wirkung zeigen. Beim Stand von 2:5 musste wieder eine Auszeit her. Gall und Kaiser brachten den TSV wieder heran, aber die Gäste hielten aber einen 2-Punkte-Vorsprung. Obwohl der überragende Klein immer wieder punkten konnte, wurde das Dettinger Spiel nicht ruhiger. Erneut schenkte man den Gästen Punkte durch zu mehrere Aufschlagfehler, holte aber doch von 12:18 wieder auf, schaffte durch kluges Spiel über die Mitte sogar den 22:22-Ausgleich. Und dann: Netzfehler, schlechte Annahme, Angriff unnötig ins Aus- das war schwach.

Peller reagierte und brachte den sehr agilen Vogel, um die Annahme zu stärken. Und die Zuschauer mussten sich die Augen reiben, denn das war ein ganz anderer TSV. Im Stile einer Klassemannschaft spielte Kaiser den Gegner aus, Klein und gleich darauf Kaiser und Schwarz im Doppelblock ließen Remshalden nicht zum Spiel kommen. Kamper setzte sein Angreifer immer besser in Szene. Beim Stand von 5:0 musste der Gästetrainer sein Team wieder ordnen, was aber nicht gelang. Denn Kaiser und Klein waren nicht zu bremsen, alles gelang plötzlich. Dettingen spielte diesen Satz konsequent durch und behielt ständig einen 8-Punkte-Vorsprung.Besser konnte man kaum spielen, am Ende ging der Satz sicher 25:17 an den Gastgeber.

Also wieder ein Tiebreak, inzwischen Nr. 7. Mit gleicher Aufstellung begann der Satz ordentlich, allerdings wirkten die Dettinger trotz des tollen 4.Satzes nervös. Remshalden zog, vor allem wegen des wiedererstarkten Diagonalangreifers auf 8:5 davon, profitierte von lästigen Fehlern der Einheimischen. Doch Dettingen kämpfte, glich zum 12:12 aus- und das Ende war ein Spiegelbild des gesamten Spiels: Ein schwacher Blockversuch, Angriff ins Aus, Angriff ins Aus. Aus.

Adam Peller war nicht völlig unzufrieden:“ Die Mannschaft hat sich durch die vielen Fehler, vor allem Aufschlagfehler, selbst um eine Belohnung gebracht. Wir haben schwach begonnen, aber der vierte Satz war überragend. Mich hat Konstantin überzeugt. Durch seine Hereinnahme auf der alten Position wurde die Annahme stabiler und das Team lebendiger.“

 


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