Oberliga-Volleyball: Aller guten Dinge sind fünf!

Nach vier erfolglosen Versuchen konnte sich der TSV Dettingen den ersten Tie-Break-Sieg der Saison mit 3:2 (-23, 15, -26, 22, 11) im Alb-Derby gegen den TSV Ellwangen sichern.

Letzten Samstag reisten die Männer um Trainer Torresi erneut zu einem Aufsteiger, nach Ellwangen, welcher ebenfalls vor Dettingen in der Tabelle rangierte. Durch die enge Tabellensituation und die bisher gute Vorrunde der Ellwanger war klar, dass die Punkte aus diesem Spiel sehr wichtig und hart umkämpft würden, zumal der gegnerische Trainer sich scheinbar per Video, vom Spiel gegen die SG Volley Neckar-Teck, auf die Dettinger vorbereitete.

Mit leicht veränderter Aufstellung zu den letzten Spielen starteten die Männer von der Ostalb mit Kamper auf der Zuspielposition, Kaiser auf Diagonal, Klein und Peller auf den Außenpositionen sowie Dietz und Schwarz in der Mitte in das Derby. In gewohnter Manier begann man sehr verhalten und die Maschinerie lief noch merklich unrund. Ellwangen gelang es ein ums andere Mal den Dettinger Block punktgewinnend zu nutzen und konnte sich schnell mit 6:11 absetzen. Erst als Dettingen scheinbar aussichtslos mit 7:16 im Rückstand war, legte die Mannschaft den Schalter um und besann sich auf ihre Stärken. Durch druckvolle Aufschläge und gutes Spiel aus der eigenen Annahme konnte man den Rückstand schnell wettmachen und mit 20:20 das Satzende offen gestalten. Trotz dieser erfolgreichen Aufholjagd schaffte es das Heimteam den Sack zuzumachen und sicherte sich den ersten Durchgang mit 23:25.

Den zweiten Satz begann man in der Aufstellung wie man den Ersten beendete, Gall spielte seit Mitte des ersten Satzes für Peller auf der Außenposition. Mit einer spürbaren Portion Unzufriedenheit im Bauch zeigten die Männer um Kaiser von Satzbeginn an, dass sie hier nicht ohne Punkte nach Hause fahren wollen. Durch gute Aufschläge, einem soliden Angriffsspiel und einem überrumpelten Gegner konnte man sich schnell auf 6:14 absetzen. Auch diverse Auswechslungen des Gegners konnten das Spiel der Dettinger nicht beeinflussen, so dass man schnell mit 25:15 zum 1:1 in Sätzen ausgleichen konnte.

Ohne Veränderungen in der Aufstellung bestritt man den Start in den dritten Satz. Nach dem deutlichen Ergebnis im vorherigen Satz standen alle Zeichen wieder auf Anfang, dennoch gelingt es dem Team der Ostalb in dieser Saison noch nicht so recht den Schwung aus solchen Erfolgen mit in den nächsten Durchgang zu nehmen. Statt das Spiel zu bestimmen rannte man stetig einem kleinen Rückstand hinterher und war gezwungen zu punkten um nicht den Anschluss zu verlieren. In der Mitte des Satzes gestaltete sich ein sehr offener Schlagabtausch der beiden Mannschaften auf Augenhöhe, welcher in Satzbällen für beide Teams und dem, durch den längeren Atem der Gastgeber, letztendlichen Satzerfolg mit 26:28 für Ellwangen gipfelte.

Auch im vierten Satz zeigten beide Mannschaften ein sehenswertes Spiel, das bis zum Stand von 13:13 sehr ausgeglichen war. Zu diesem Zeitpunkt konnten sich die Gastgeber aber etwas absetzen, gingen mit 4 Punkten in Führung und kamen somit ihrem dritten Satzgewinn ein gutes Stück näher. In dieser schwierigen Phase entschied sich Trainer Torresi dem Spiel durch die Wechsel von Vogel für Kamper im Zuspiel und Peller für Gall auf Außen neuen Schwung zu verleihen. Dieser taktische Zug schien Früchte zu tragen, die Dettinger Jungs konnten sich Stück für Stück an Ellwangen herankämpfen und zum 21:21 ausgleichen. Durch eine sehr wichtige Aufschlagserie von Daniel „Bärchen“ Schwarz konnte man den Sack mit 25:22 zu machen und sich in den fünften Tie-Break im zehnten Spiel retten.

Im fünften Tie-Break der Saison schien nun endlich der Schalter umgelegt. Mit dem Schwung der Aufholjagd aus Satz 4 konnten die Sieben um Libero Fröscher vom ersten Punkt an den Satz kontrollieren und sich absetzen. Die Seiten wurden bei einer Führung von 8:5 für die Gäste gewechselt und auch im Anschluss ließ man nichts mehr anbrennen. Der Erste Fünf-Satz-Sieg wurde mit 15:11 eingetütet.

Trainer Torresi zeigte sich im Anschluss an das Spiel sehr zufrieden: „Wir konnten uns seit letzter Woche nochmals verbessern und vor allem zum Satzende mit dem erhöhten Druck besser umgehen. Dennoch müssen wir in Zukunft Chancen, die uns der Gegner schenkt, effektiver nutzen und unnötige Eigenfehler abstellen.“

Es spielten: Dietz, Fröscher, Gall, Kaiser, Kamper, Klein, Peller, Schwarz und Vogel.

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