Dettingen wehrt den Angriff der „Wikinger“ deutlich ab

Volleyball Regionalliga: TSV schlägt Heidelberg 3:0 (23, 20, 15)

Drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib in der Regionalliga konnten sich die Dettinger Volleyballer  in der vollen Kliffhalle in Heldenfingen sichern. Mit dem glatten Sieg gegen den Tabellennachbarn wurde der Abstand auf die Abstiegsplätze vergrößert, was eine verbesserte Ausgangssituation für die kommenden Spiele mit sich bringt, da auch der Tabellenletzte Stuttgart in Friedrichshafen verlor.

Stephan Kaiser, von Florian Hornung perfekt in Szene gesetzt, eröffnete  das Spiel und machte gleich deutlich, dass seine Mannschaft dieses Spiel gewinnen wollte. Starke Aufschläge von Felix Fröscher zeigten direkt Wirkung beim Libero und verunsicherten  die Gäste, die sich schnell 0:6 im Rückstand sahen. Aber auch die Hausherren zeigten Nerven und gaben den deutlichen Vorsprung gleich wieder ab. Anschließend waren es wieder die Aufschläge, dieses Mal von Schleicher, welche Heidelberg unter Druck setzten. So konnten die Hausherren in der Folge auf 18:11 davonziehen, eine sichere Angelegenheit schien es. Aber in der Schlussphase des ersten Satzes schlichen sich bei den Dettingern Fehler ein, der Gegner wurde regelrecht aufgebaut. Der vorgegebene Spielplan wurde nicht mehr eingehalten und man musste um den Satzgewinn bangen. Heidelberg kam heran und glich zum 21:21, dann zum 23:23 aus. Stephan Kaiser und F. Fröscher erlösten dann aber den TSV, der den Satz noch 25:23 gewann.
Satz zwei begann wie der erste geendet hatte. Die Gäste waren zunächst in Führung, da die Mannschaft von Trainer Dennis Kunz nicht konsequent genug agierte. Heidelberg agierte geschickter, hatte aber immer wieder Nachteile durch die schwache Annahme, welche den Aufbau gefährlicher Angriffe erschwerte. Der TSV brachte sich durch mehrere Aufschläge ins Aus in Rückstand, kämpfte sich aber immer wieder heran und übernahm dann durch St. Kaiser und David Wörner  wieder das Kommando. Im weiteren Verlauf gelang die Umsetzung des Konzepts wieder besser und die Führung wurde ausgebaut. Grundlage für das stabile Angriffsspiel war eine sehr gute Annahme um Libero Fennell. Ein sehenswerter Satz- Abschluss gelang St. Kaiser mit einem starken Einerblock. 25:20 war ein klares Ergebnis, das die Gäste nun gehörig unter Druck setzte, da sie den Sieg dringend nötig hatten um den Anschluss zu halten.

Trainer Kunz vertraute auch im dritten Satz derselben Mannschaft und wechselte nicht. Und das Team dankte es ihm mit einem makellosen Start. St. Kaiser, der mit Hornung prima harmonierte, und Wörner, der sich immer wieder trickreich über die Außenposition durchsetzen konnte, brachten den TSV 5:0 in Front. Ausgangspunkt waren wieder die Aufschläge von F. Fröscher. Die Gastgeber konnten nun sehr variabel punkten. Mal war es Schleicher über die Mitte, dann Wörner und nach eigener starker Feldabwehr F. Fröscher aus dem Hinterfeld – immer wieder gelang es Dettingen, den Heidelberger Rhythmus zu brechen. So konnten die Hausherren am Ende des Satzes schalten und walten, wie sie wollten. Heidelberg hatte gegen Kaiser, Fröscher und Schleicher nichts mehr entgegenzusetzen und musste den Satz deutlich 15:25 abgeben. Der TSV präsentierte sich am Ende zur Freude der vielen Zuschauer  von seiner besten Seite und ließ begründete Hoffnung auf einen guten Saisonabschluss aufkommen.

Trainer Kunz war nach dem Spiel zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, konnte aber auch mit dem Gegner fühlen: „Wir haben heute auf Heidelberger Seite eine sehr verunsicherte Mannschaft gesehen, die unter ihren Möglichkeiten gespielt hat. Bis vor kurzem kannten wir dieses Gefühl nur zu gut, aber wir konnten uns über unsere Trainingsarbeit aus diesem Tal befreien. Bis auf das Ende des ersten Satzes hat das Team die Vorgaben sehr gut umgesetzt. Vor allem in den Drucksituationen haben wir uns deutlich verbessert gezeigt und die richtige Mischung zwischen Druck und Risikominimierung gefunden. Wir wagen aber keinen Ausblick sondern schauen weiter nur von Punkt zu Punkt und von Spiel zu Spiel, denn damit sind wir zuletzt gut gefahren.“

Es spielten: Fennell, Hornung, F. und P. Fröscher, St. Und M. Kaiser, Kreis, Kunz, Peller, Schleicher und Wörner.

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