Spitzenreiter Konstanz war für diesen TSV zu stark

Dettingen verliert in der Volleyball-Regionalliga zuhause 0:3 (-18, -16, -20)

Gegen den klaren Tabellenführer USC Konstanz zu verlieren ist keine Schande, denn bisher ist nur einem gegnerischen Team ein Sieg gegen diese eingespielte und clevere Mannschaft gelungen. So kann man bei den Älblern mit der Niederlage leben, zumal Dennis Kunz aufgrund der Verletztensituation wieder umstellen musste. Grimm übernahm das Zuspiel, M. Kaiser ersetzte F. Fröscher. Ein starkes Debüt gelang dem jungen Zuspieler Florian Hornung. Da auf Außen kein Ersatz mehr verfügbar war, wurden der zweite Libero Peter Fröscher und aus der Zweiten Ralph Klein als Ersatz auf die Bank beordert.

Der TSV startete unsicher in das Spiel, man merkte deutlich, dass die Abstimmung  nicht funktionierte. Ganz im Gegensatz dazu  traten die Gäste einem Spitzenreiter entsprechend routiniert und selbstbewusst  auf, machten Punkt um Punkt über ihren Aufschlag-Block-Komplex ohne zu brillieren. Kunz musste beim Stand von 4:10 seine erste Auszeit nehmen, die aber keine  Ruhe ins Spiel der Einheimischen brachte. Die Annahme ließ kein besonders variables Spiel zu und am Netz schaffte es nur Stephan Kaiser, sich gegen den starken Block durchzusetzen. Konstanz konnte dagegen über die Mitte schalten und walten, erst Wörner gelang es mit stärkeren Aufschlägen den Hausherren eine  Chance zu eröffnen. Dettingen arbeitete sich heran, verspielte aber durch zu wenig Angriffspunkte alle Chancen wieder. Am Ende musste der Satz 18:25 abgegeben werden.

Der zweite Satz begann wie der erste geendet hatte. Dann aber gelang dem TSV  der Ausgleich, Schleicher, von Grimm schön angespielt, knüpfte an frühere Leistungen an. Auch St. Kaiser konnte sich weiter gut in Szene setzen. Leider beschäftigte man sich in der folgenden Phase auf dem Feld mehr mit dem Schiedsgericht, das die Linie verloren hatte, als mit dem eigenen Spiel. Die Folge war dass der Tabellenführer vom Bodensee sich wieder mehr absetzen konnte. Konstanz punktete über außen und über die schnelle Mitte, bei Dettingen wurde der Spielaufbau immer ungenauer und so hatte auch St. Kaiser Schwierigkeiten seine Angriffe unterzubringen. Letztendlich musste der Satz  wieder deutlich 16:25 abgegeben werden.

Kunz wechselte dann Hornung auf die Zuspielposition, um ihm Spielpraxis zu ermöglichen, da dieser in den nächsten Spielen diese Position ausfüllen muss, da wohl weder Kunz noch Grimm zur Verfügung stehen werden. Und der Zuspieler aus der 2. Mannschaft hatte einen tollen Start, vor allem in einigen wichtigen Blocksituationen. Auch wenn Konstanz vor allem durch Wechsel an Sicherheit verloren hatte, waren es zu Beginn des dritten Satzes mehrere wuchtige Blockaktionen, die den TSV ins Spiel brachten. Die Dettinger kamen richtig in Fahrt, nun gelang fast alles. 9:3 hieß es nach kurzer Zeit für die Hausherren, ein Vorsprung der Hoffnung aufkommen ließ und von den Zuschauern begeistert mitgetragen wurde. Konstanz machte in der Folge Boden gut, da die Annahme der Einheimischen erneut schwächelte. Da der TSV aber weiter am USC dran blieb, wechselte der Gästetrainer zurück und damit wurde die Dominanz wieder deutlicher. Noch einmal  kam der TSV auf 20:22 heran, hatte die Chancen auf den Ausgleich, konnte sie aber nicht nutzen. 20:25 hieß es am Ende.

Trainer Dennis Kunz sah in diesem Spiel eine Konsequenz aus der derzeitigen Situation: „Es wäre vermessen gewesen zu glauben, dass wir gegen den USC heute eine Chance haben. Die kleine Hoffnung, dass sie uns aufgrund der Verletztenmisere unterschätzen, hatte sich relativ schnell erledigt. Uns fehlte die Variabilität im Angriff, die Außen kamen zu wenig ins Spiel und für die Mitte war die Annahme phasenweise zu ungenau. Stephan kann es aber nicht über mehrere Sätze allein spielen. Flo hatte einen guten Einstand mit einigen schönen Blocks, aber klar ist, dass wir noch an der Abstimmung mit den Angreifern arbeiten müssen. Wichtig wird sein, dass uns die Niederlagen gegen die Spitzenteams nicht aus der Bahn werfen. Unsere wahren Gegner kommen im Februar und März. Bis dahin haben wir hoffentlich wieder mehr Optionen für Training und Spiel.“

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