Oberliga-Volleyball: Tie-Break-Fluch hält weiter an!

In einem spannenden Spiel mussten sich die Männer der TSV Volley Alb Dettingen mit 2:3 (23, -17, -23, 19, -10) den Gästen der SG Volley Neckar-Teck geschlagen geben.

Am vergangenen Wochenende Traf die Mannschaft um Kapitän Kaiser auf den „Shooting Star“ der Liga SG Volley Neckar-Teck, welcher als Aufsteiger erst eine Niederlage hinnehmen musste und aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz hausieren. Schon vor dem Anpfiff war klar, dass am heutigen Tag keinem der beiden Teams die Punkte geschenkt würden was Trainer Toressi in seiner Ansprache noch verdeutlichte.

Auf Seiten der Ostälbler wurde in der bekannten Formation um die Diagonalachse Kaiser/Vogel mit Dietz und Schwarz in der Mitte, Klein und Peller auf Außen und Fröscher als Libero aufgestellt. Trotz der zuletzt recht gut eingespielten Aufstellung war aller Anfang schwer und die Hausherren gerieten schnell in einen vier-Punkte-Rückstand. Beim Spielstand von 4:8 war aber endlich der Rhythmus gefunden. Mit druckvollen und platzierten Aufschlägen gelang es zunehmend die gegnerische Annahme unter Druck zu setzen und erschwerte Ihnen das Angriffsspiel mit guten Block- und Abwehrsituationen. Punkt um Punkt kämpften sich die Dettinger (vom Albuch) an die Gäste heran und konnte bei 15:15 das erste Mal ausgleichen. Ab hier ließ man sich die Führung nicht mehr nehmen und spielte, Dank gutem Side-Out, den Satz mit 25:23 zu ende.

Im zweiten Satz folgte das bekannte Spiel: nach guter Leistung im ersten Satz musste im zweiten die Ernüchterung folgen. Die Nachlässigkeit im Aufschlag machte sich schnell bemerkbar, die Gäste aus und um Dettingen (Teck) konnten im Angriff immer öfter erfolgreich punkten, zudem häuften sich unnötige Eigenfehler auf allen Positionen. Diesem Einbruch musste man sehr schnell Tribut zollen und sich in diesem Durchgang mit 17:25 geschlagen geben.

Nach der zuvor erfahrenen Enttäuschung schaffte es Trainer Toressi mit seiner Ansprache das Team wieder aufzubauen. Von Beginn an konnte man sich, wie im ersten Satz, auf seine Stärken im Aufschlag und Angriffsspiel besinnen und den Satz von vorne gestalten. Bis zum Spielstand von 22:19 konnte man den Gegner stets auf Abstand halten und war sich des Erfolges schon sicher. Doch unverhofft kommt oft und die zuvor gezeigte Routine war wie hinweggefegt. Der Aufschlag auf Seiten der Gäste stellte die heimische Annahme vor große Probleme und zerstörte somit den kompletten Rhythmus. Ehe man sich versah war der Punktestand wieder ausgeglichen und sofort in eine 23:25 Satzniederlage gedreht.

Frustriert vom Ergebnis des dritten Satzes startete Kaiser et. al. nächsten Satz. Die SG Volley Neckar-Teck zeigten sich von Ihrer besten Seite, spielten stark auf und waren der SG Volley Alb stets ein Pünktchen voraus. Dennoch gestaltete es sich zu einem spannenden Schlagabtausch der auf Augenhöhe spielenden Teams. Zur Mitte des Satzes konnten die Gastgeber endlich dem Gegner ihr Spiel aufzwingen, u.a. durch die Einwechslung von Kamper zum Aufschlag, und mit 19:15 in Führung gehen. Der Rhythmus war wieder gefunden und man konnte mit 25:19 das Spiel in den Tie-Break „retten“.

Zum vierten Mal im neunten Spiel stand man also im nervenaufreibenden fünften Satz. Noch konnte man keinen dieser für sich entscheiden und ebenso begann man auch diesen Tie-Break. Bis zum Stand von 6:6 musste man einen kleinen Rückstand in Kauf nehmen, konnte aber dann den Spieß drehen und mit 8:7 den Seitenwechsel einleiten. Ab hier zeigte sich gleiches Phänomen wie im zweiten Satz: durch viele Eigenfehler machte man es dem Gegner viel zu leicht zu Punkten. Dankend nahm die SG Volley Neckar-Teck diese „Einladung“ an und beendete das Spiel schnell mit 10:15.

Enttäuscht von der Niederlage konnte Trainer Toressi dem Spiel dennoch positives abgewinnen: „Es war ein gutes und hart umkämpftes Spiel, in welchem sich zeigt, dass Erfahrung, speziell bei engen Spielständen, sehr wichtig ist. Daran müssen und werden wir gezielt im Training arbeiten. Ich bin mir aber sicher, dass das Team sich sehr schnell noch deutlich weiterentwickeln wird und das stimmt mich glücklich und zuversichtlich für die Zukunft.“

 

Es spielten: Dietz, Fröscher, Gall, Kaiser, Kamper, Klein, Peller, Schwarz und Vogel.

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