Bezirksliga Herren überraschen

Nach einer unglücklichen 1:3-Pleite im ersten Saisonspiel gegen den VfB Ulm stand die Bezirksligamannschaft der SG VolleyAlb beim Heimspieltag gegen TSG Eislingen 2 und dem SV Unlingen gleich unter Druck.

Mit David Wörner kehrte ein weiterer Spieler aus der letzten Saison zurück ins Team, um das ganz junge Team (Durchschnittsalter 18,9 Jahre) zu unterstützen. Gegen Eislingen begann Aushilfscoach Dennis Kunz mit Wörner und Hitzler über die Außen, Klein und Meta über Mitte, Kaiser als Diagonalspieler und Altenborg , der den schulisch verhinderten Rombout Hanschke auf der Zuspielposition vertrat. Beim Stand von 11:11 konnte die VolleyÄlbler fünf Punkte in Folge erspielen und gaben diesen Vorsprung nicht mehr her (25:21).
Eislingen reagierte im zweiten Satz. VolleyAlb lief schnell einem Rückstand hinterher (3:10). Beim Stand von 8:15 gelang Klein eine Aufschlagserie, die die VolleyÄlbler nach acht Punkte in Folge wieder in Führung brachte (16:15). Die Heidenheimer kämpften nun jeden Ball heraus, angeführt vom sehr starken Libero Suchanka. Eislingen glich zwar noch zum 23:23 aus, doch VolleyAlb machte bei eigenem Aufschlag den Sack zu (25:23).
Im dritten Satz erspielten sich die Heidenheimer über 8:5 einen 12:5-Vorsprung heraus. Hehn kam für Hitzler und Jakob Hanschke auf Diagonal für Kaiser, die gleich ins Spiel fanden und für weitere Punkte zum 25:16 sorgten. Mit dem deutlichen 3:0 war das Tagesziel erreicht, da die Chancen auf einen Sieg im zweiten Spiel gegen Unlingen, letztjähriger Bezirksligameister, gering waren.
Altenborg nahm nun seine gewohnte Rolle als Coach ein. Für ihn rutschte der 18jährige Zanzinger auf die Zuspielposition. Hanschke wechselte mit Hehn die Positionen, zudem begann VolleyAlb mit Neubert auf Außen und Rudolph für Meta als Mittelblocker. Ohne Druck begannen diese ganz junge Aufstellung (Durchschnitt 17Jahre) leicht nervös. Zanzinger fand aber sehr schnell ins Spiel und setzte seine Angreifer immer wieder gut ins Szene, so dass die VolleyÄlbler sogar mit 12:9 in Führung gingen. Nun drehte der Meister, gespickt mit Spielern mit höherklassiger Erfahrung, auf. Zwei Serien der Unlinger brachte die am Ende schnelle Entscheidung zum 19:25.
Mit der gleichen Aufstellung begannen die VolleyÄlbler auch den zweiten Satz, der sich lange Zeit ausgeglichen gestaltete. Beim Stand von 11:14 brachte Altenborg Hitzler für Hanschke, um die Annahme zu stabilisieren. Gleichzeitig wurde das bisherige taktische Konzept im Aufschlag geändert. Beide Maßnahmen zeigten zunehmend Wirkung bei den Gästen. Hitzler war es auch, der den 16:21-Rückstand mit druckvollen Aufschlägen auf 20:21 verkürzte. Der Satz war wieder offen, Neubert gelang nun immer mehr Punkte über die Außenposition. Bei 24:25 gelang Hehn gegen den stärksten Block ein hocklassiger Cut auf die Seitenlinie. Nach einem Angriffsfehler der Unlinger beendete Rudolph mit einem kraftvollen Schnellangriff den Satz zugunsten der SG.
Nun war die junge Horde nicht mehr zu bändigen. Libero Marvin Frank hatte sich nun auf den gegnerischen Angriff eingestellt und wehrte ein ums andere Mal den Schnellangriff ab. Immer geschickter spielte Zanzinger die Bälle zu, die die Angreifer immer häufiger in die Lücken der Unlinger Abwehr platzieren konnten. Die Stimmung in der Georg-Fink-Halle begann zu kochen, als Hehn mit einer starken Aufschlagserie die gegnerische Annahme zum Verzweifeln brachte. In Folge dessen wurde das Zuspiel der Unlinger immer unsicherer und fehlerhafter. 25:19 ging der dritte Satz an die Heimmannschaft, dessen Ende jetzt auch durch das Abgreifen der Unlinger Schnellangriffe von Klein und Rudolph geprägt war.
Ein ähnliches Bild wies der vierte Satz auf. VolleyAlb setzte Unlingen mit platzierten Aufschlägen so stark unter Druck, dass sie häufig nur wenig Optionen im Zuspiel hatten. Darauf konnte sich der Heidenheimer Block gut einstellen und entschärfte jetzt noch mehr Angriffe, so dass die Unlinger häufig mehrere Versuche benötigten, um überhaupt durchzukommen. Beim 14:9 für VolleyAlb probierte Unlingen erfolglos einen Zuspielerwechsel. VolleyAlb spielte befreit auf und lies sich bis zum 25:18 das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen.

Die beiden Siege sorgten sogar dafür, dass VolleyAlb völlig überraschend an der Tabellenspitze der Bezirksliga Ost verweilen darf.

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